The Ocean Cleanup - die Reinigung unserer Ozeane

Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Projekt vorstellen, welches Bettina und mir ganz besonders am Herzen liegt – The Ocean Cleanup. Gleich vorweg möchten wir sagen, dass wir für diesen Artikel kein Geld erhalten. Wir schreiben über dieses Projekt, weil wir es so unfassbar gut, wichtig und vor allem notwendig finden. Wir hatten ja im Sommer bereits mit dem Hashtag #vevisbeachcleanup zu der Säuberung der Strände aufgerufen und The Ocean Cleanup greift noch viel früher an, nämlich bei der Reinigung der Ozeane. Doch wie genau macht das Unternehmen das?

Aktuell verunreinigen etwa 5 Billionen Plastikteile und -teilchen unsere Ozeane, wobei der Great Pacific Garbage Patch zwischen Hawaii und Kalifornien der größte ist. Ja, ihr lest richtig: Billionen. Für mich ist diese Zahl so unfassbar groß, dass es schwer ist, sie wirklich zu begreifen. Aber dass sie riesig, viel zu riesig ist, das verstehe ich.

Zur Hintergrunderklärung: Aufgrund der Meeresströmungen sammelt sich der Kunststoffmüll in fünf Bereichen der Welt: den subtropischen Kreisen, die auch als "Mülldeponien der Welt" bezeichnet werden. Ist der Kunststoff erst einmal in einem dieser Deponien gelangt, wird er von selbst nicht verschwinden. Die Herausforderung beim Reinigen der Mülldeponien besteht darin, dass sich die Verschmutzung der Kunststoffe über Millionen Quadratkilometer erstreckt und in alle Richtungen verläuft. Das Abdecken dieser Fläche mit Schiffen und Netzen würde tausende von Jahren in Anspruch nehmen und Milliarden von Euro kosten. Und hier setzt The Ocean Cleanup an: Das System besteht aus einem 600 Meter langen Schwimmer, der sich an der Wasseroberfläche befindet, und einer sich zuspitzenden, 3 Meter tiefen Begrenzung. Der Schwimmer verleiht dem System Auftrieb und verhindert, dass Plastik über das System fließt, während die Begrenzung den Schmutz einfängt. Es wird also eine Küste erstellt, wo es keine gibt und The Ocean Cleanup nutzt die natürlichen Meeresströmungen zu seinem Vorteil: sowohl der Kunststoff als auch das System werden vom Strom getragen. Wind und Wellen treiben jedoch nur das System an, da der Schwimmer direkt über der Wasseroberfläche sitzt, während sich der Kunststoff hauptsächlich unmittelbar darunter befindet. Das System bewegt sich somit schneller als der Kunststoff, wodurch der Kunststoff eingefangen werden kann. Sowohl Kunststoffe, die nur wenigen Millimeter groß sind bis hin zu großen Trümmern, einschließlich massiver Fischernetze (Geisternetze), die mehrere zehn Meter breit sein können, werden hierbei erfasst.

Natürlich ist das System so konzipiert, dass es die Meeresbewohner nicht beeinträchtigt. Zum einen bewegt sich das System mit extrem niedriger Geschwindigkeit durch das Meer - langsam genug, damit Fische und andere Meeressäuger davonschwimmen können. Zum anderen ist die Abgrenzung unter dem Schwimmer undurchlässlich, sodass der Meeresstrom unter ihr durchführt und die Organismen, die sich nicht aktiv bewegen können, mit dem Strom davongetragen werden, während der schwimmende Kunststoff im System verbleibt. Und da die Abgrenzung kein Netz ist, kann sich das Meeresleben nicht verfangen. Schließlich wird der Kunststoff nur periodisch aus dem Wasser gezogen und es sind immer Menschen anwesend, die überprüfen, ob sich doch Lebewesen verfangen haben, bevor der Kunststoff aus dem Wasser gehoben wird.

Wir finden, dass dieses Projekt, welches am 8. September 2018 mit System 001 an der Küste San Franciscos gelauncht wurde, ein dringend notwendiger Schritt zur Rettung unserer Ozeane ist und drücken die Daumen, dass alles so klappt, wie sich es die Gründer vorstellen. Erste Versuche haben immerhin schon gezeigt, dass das System generell funktioniert und die eingeschlagene Richtung die richtige ist. Zudem unterstützen wir The Ocean Cleanup mit jeweils 50 Cent pro verkauftes Geschirrtuch bzw. pro verkaufter Schwammtuch-Rolle von KISS MY KITCHEN (klicke hier ,um zu den KISS MY KITCHEN Produkten zu gelangen). Diese sind nicht nur aufgrund ihrer wunderschönen Designs ein Muss für eure Küchen, sondern auch, weil sie keine Mikro- und Plastikfasern enthalten und dadurch nur abbaubare Partikel ans Abwasser abgeben. Ein wahrer Traum und ich kann euch nur nahelegen, beim Kauf eurer Haushaltsprodukte auf genau solche Eigenschaften zu achten. Denn wir haben nur eine Erde und es ist Zeit, Verantwortung zu tragen und jeder noch so kleine Beitrag zählt.

 

Eure Anne